Wo liegt das Risiko bei Proxies?

Das Risiko liegt darin, dass die Proxies nicht das tun, was sie zusichern, und zwar

  • zum einen generell bei Proxies,
  • zum anderen speziell bei anonymisierenden Proxies.

Risiken und Gefahren bei Proxies allgemein

Nutzt man einen , so läuft der gesamte Netzverkehr über diesen. Ein ist somit in der Lage, alles mitzuschreiben, was Sie senden und empfangen.

Dass Proxies Daten zwischenspeichern können, ist einer ihrer Vorteile. Sie können so mitunter schneller und direkter antworten, statt die Daten vom entfernten Server zu holen. Im Normalfall völlig unproblematisch.

Bei gesicherten Verbindungen (HTTPS), sehr dynamischen Inhalten, und Mitglieder- und Kundenbereichen wird oft angewiesen, dass diese Inhalte nicht in einen Caches sollen, weder in Ihren Browsercache, und schon gar nicht bei Proxies. Es nutzt schließlich gar nichts, wenn man sich extra in seinen Kundenbereich einloggen muss, die dortigen Daten dann aber bei jedem x-beliebigen Proxy im Zwischenspeicher liegen. Hier muss der Proxy natürlich gehorchen. Technisch kann er es aber auch ignorieren.

Daten, die Sie senden, können ebenso mitgeschrieben werden. Das schließt unverschlüsselt übertragene Zugangsdaten (Account, Passwort) mit ein.

Risiken und Gefahren insbesondere bei anonymisierenden Proxies

Ein Anonymisierungsdienst lebt von dem Wunsch der Nutzer nach Privatsphäre und sichert diese zu. Das kann technisch nur in der Form erfolgen, dass der Dienst keinerlei Logfiles mitschreibt. Denn nur, wenn es keines gibt, kann es auch unter Zwang nicht herausgegeben werden.

Nun bedeutet die Nutzung eines Anonymisierungsdienstes zunächst einmal nicht, dass der Nutzer etwas Gesetzeswidriges vor hat. Manche Nutzer stört nur die Datenerfassung, auch wenn diese i.a. nur der Problembehebung und statistischen Auswertung zur Optimierung genutzt wird.

Wieder anderen liegt gar nicht die Anonymisierung am Herzen, sondern wollen Inhalte abrufe, die zwar allgemein, nicht aber an ihrem Standort, abrufbar sind. Sie nutzen den Anonymisierer daher eher, ihren Standort zu verbergen. Gerade bei Video und Musik trifft das zu.

Natürlich haben andere Nutzer mitunter auch „gute Gründe“ zur Nutzung, zum Beispiel weil sie auf bedenkliche Inhalte zugreifen möchten.

Wenn der Anonymisierer nun doch Daten erfasst und entweder selbst nutzt oder herausgibt, so hat man nicht mehr und nicht weniger, als wenn man direkt zugegriffen hätte. Je nach Nutzung ist dies ärgerlich, weil man den Dienst umsonst genutzt und/oder bezahlt hat, oder endet böse.

Am sichersten ist es, wenn Sie einen bekannten, kommerziellen Anbieter nutzen.

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