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Bis zu

Einer meiner Lieblingsphrasen ist “ ”, die derzeit doch sehr stark in der , u.ä. genutzt wird:

  • “Bis zu 100% von xyz”
  • “Bis zu 5000 Euro sparen”
  • “Bis zu 16 MBit”
  • usw.

Klingt gut!

Doch was heißt das?

Nicht viel!

Das “bis zu” gibt nur eine obere Grenze an – einen Wert, der im Idealfall erreicht wird.

Doch über die Wirklichkeit sagt das nichts. Es ist nur eine selbst auferlegte Grenze, die oft auch vernachlässigt wird.

Aber diese Begrenzung bedeutet keinerlei Garantie, was denn mindestens erreicht wird. Eine Mindestleistung ist jedoch, was eigentlich zählt. Denn auf etwas muss man sich schließlich verlassen können.

“Bis zu 100% von xyz”

Klingt gut, aber auch 10% sind “bis zu 100%”, oder 1% – “bis zu 100%”. Die Aussagen sind alle wahr.

In meinen Augen man aber eher mehr, wenn mit “bis zu 100%” geworben wird, “nur” 1% zu bekommen. Beschweren kann man sich bei Erreichen von nur 1% aber nicht, denn die Werbeaussage ist richtig, weil “1% bis zu 100%” ist.

Auf die Spitze getrieben könnte man auch mit “0%” Ergebnis heraus kommen, also ohne jede Leistung. Denn 0% sind doch auch bis zu 100%, nicht wahr?

“Bis zu 5000 Euro sparen”

Die Aussage, bis zu einem Betrag zu sparen ist der prozentualen Version sehr ähnlich. Sie klingt toll, gerade wenn die Werte hoch sind. Wer möchte nicht gerne Hunderte oder Tausende sparen?

Doch ebenso sagt die Werbung nur, dass hier maximal 5000 Euro zu sparen sind. Eine obere Grenze.

Und wenn man nun aufspringt, und ggf. gegen Gebühr einsteigt, muss man mit allem zufrieden sein. Ob man nun 10 Euro spart, oder vielleicht nur einen Euro oder auch gar nicht, ist egal. Denn das Ergebnis entspricht dem Versprechen.

Bei absoluten Euro geht es eindringlicher als mit Prozenten auch in die andere Richtung. Was ist mit “-5000 Euro”, also der Verteuerung? Auch das entspricht dem Versprechen, denn “-5000″ ist “bis zu 5000″.

Man sieht schön die Leere der Versprechen.

Lediglich, wenn man mehr als 5000 Euro spart, könnte man sich beschweren, dass die Werbung falsch wahr, aber das wird man wohl kaum machen.

“Bis zu 16 MBit”

Während solche Geschwindigkeitsangaben von Netzzugängen völlig analoge und ebenso sinnlose Aussagen sind, ist hieran aber schön zu erkennen, dass dies völlig Beliebiges bedeuten kann.

Ich habe mich kürzlich nach einem Netzzugang in einer eher ländlichen Gegend umgesehen. Während LTE oder Satellit in dem Gebiet verfügbar sind, würde ich doch DSL bevorzugen. Also probierte ich den Verfügbarkeitscheck der Anbieter.

Natürlich sind die Angaben ohne Gewähr, doch gerade hier empfinde ich die “verbindliche Prüfung der Möglichkeiten erst nach Bestellung” als einseitig benachteiligend.

Ich möchte das gar nicht erst bestellen, wenn der Anbieter nichts Ansprechendes liefern kann – oder anders – ich möchte nur bestellen, was ich auch nutzen kann.

“LTE bis zu 16 MBit”

Der eine Anbieter zeigte zwar kein DSL, aber LTE “bis zu 16 MBit”. “Bis zu”. Ich habe nachgefragt und bei diesem Anbieter heißt das “mindestens 6 MBit” (übrigens heißt dort “bis zu 50 MBit” nur “mindestens 16 MBit” – ob dann auch die Kosten auf 1/3 reduziert werden?).

Schon ein deutlicher Unterschied. Aber noch irgendwo erträglich.

“DSL bis zu 16 MBit”

Der andere Anbieter war interessanter. Er zeigte reguläres DSL “bis zu 16 MBit”. Das war dann doch sehr zweifelhaft, also nachgefragt und auf Auskunft bestanden, die man zunächst nicht geben wollte.

Dann waren die “bis zu 16 MBit” nur noch “bis zu 384 kBit”.

Der Witz ist hier, dass nicht nur der Unterschied extrem ist, sondern der Wert wiederum “bis zu” ist.

Also nochmal nachgehakt und siehe da, es ist gar nicht (!) möglich, einen Komplettanschluss zu legen. Aber über einen bestehenden Anschluss könne man 2 MBit (?) liefern, mit einem Tarif, der nur telefonisch (!) erklärt und bestellt werden kann, also nicht in der Produktliste auf der Site ist.

So wurden aus “bis zu 16MBit” nach Verfügbarkeitscheck “bis zu 384 kBit” gemäß erster Auskunft und dann “gar nicht, aber bis zu 2 MBit über einen existierenden Telefonanschluss, in einem nur telefonisch buchbaren Tarif” gemäß zweiter Auskunft. (Nachvollziehbar, dass man mir zunächst keine konkrete Auskunft geben wollte.)

Ist klar! In meinen Augen ein Witz. Nichts für mich.

Aber eine Falschaussage ist da nirgends.

Auch das alte 300er Modem liefert “bis zu 1000 MBit”.

Diese Aussageart finde ich störend, doch sie ist nicht mal das Optimum. Man kann es besser formulieren.

Fazit

Ich empfehle Ihnen “bis zu” immer zu hinterfragen.

Wenn man nicht davor zurückschreckt, kann man mit geschickter Formulierung viel versprechen, viel nahelegen und muss dann eigentlich gar nichts einhalten.

Na ja, nicht mein Ding.

Bei Produkten mit hoher Konkurrenz unter den Anbietern bieten sich an. Ich selbst biete kostenfreie Vergleiche an, die Sie gerne nutzen können. Kostet nichts.

ist Ihre Meinung:

  • Stört Sie “bis zu” oder ist es ok?
  • Welche Fälle von “bis zu” sind Ihnen aufgefallen?
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Als oder Wie?

Im Deutschen gibt es zwei besonders häufige Weisen, zwei Dinge oder Eigenschaften miteinander vergleichen: “” und “”.

Ihnen gemein ist nur, dass Sie zum Vergleich genutzt werden. Das erzwingt praktisch Fehler, denn sie sind nicht gleichbedeutend, das eine kann also nicht anstelle des anderen genutzt werden.

Doch wann nutzt man “als”? Wann sagt man “wie”?
Wann nutzt man “als”?
“als” wird zum Vergleich zweier Dinge oder Eigenschaften genutzt, wenn sie unterschiedlich sind.

Beispiele:

Alice ist kleiner als Bob.
Bob ist stärker als Alice.

Wann sagt man “wie”?
“wie” wird zum Vergleich zweier Dinge oder Eigenschaften genutzt, wenn sie gleich sind.

Beispiele:

Alice ist so klug wie Bob.
Bob ist ebenso alt wie Alice.
Alice ist auch so groß wie Bob.

Wie merken Sie sich ganz leicht, wann es “als” und wann es “wie” heißt?
Ich habe einen kleinen Merksatz für Sie:

Wenn die Dinge anders sind, heißt es “als”. Sonst “wie”.

Es gibt auch eine eher bildliche Variante. Betrachten Sie oben die Beispiele zur Größe von Alice und Bob und stellen Sie sich einmal bildlich vor, wie die beiden so nebeneinander stehen.

Nun ziehen Sie eine Line zwischen den Köpfen:

als: Die Linie ist schräg. Von Alice zu Bob steigt sie an, von Bob zu Alice fällt sie entsprechend ab. Diese Linien sind die steigenden und fallenden Seiten des “A”. “A” wie “als”.
wie: Hier sind die beiden gleich groß. Die Linie läuft von links nach rechts auf einer Höhe. Ja, man könnte den beiden einen Stock auf die Köpfe legen und er würde liegen bleiben, nicht wahr? Aber dieser Stock würde auch auf einem “W” liegen bleiben, denn auch seine beiden Seiten sind gleich hoch. “W” wie “wie”.

Fazit
“als” und “wie” erfüllen eine ähnliche Aufgabe, und ziehen einen Vergleich zwischen zwei Eigenschaften. Sie können jedoch nicht beliebig genutzt werden. “als” anstelle von “wie” ist falsch, “wie” anstelle von “als” ebenso. Und “als wie” ist natürlich gleich doppelt daneben.

Mit dem einfachen Merksatz machen wir diesen Fehler nie mehr.

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Nämlich oder Nähmlich?

Vorab: Die Antwort ist “”.

Mit oder ohne “h” ist eine der häufigeren Stolperfallen in der Rechtschreibung.
merke ich mir das?
Nutzen Sie folgenden Merksatz:

Wer nämlich mit “h” schreibt, ist .

Er ist sehr verbreitet und eigentlich eine Kurzform von

Wer dämlich oder nämlich mit “h” schreibt, ist nämlich dämlich.

Sie sehen die Reihenfolge der Worte ist in den Teilsätzen vertauscht.

Auch dieser Satz ist eigentlich nur eine Kurzform von

Wer dämlich, , nämlich mit “h” schreibt, ist nämlich ziemlich dämlich.

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Ziemlich oder Ziehmlich?

Vorab: Die Antwort ist “”.

Mit oder ohne “h” ist eine der häufigeren Stolperfallen der Rechtschreibung.
merke ich mir das?
Nutzen Sie folgenden Merksatz:

Wer ziemlich mit “h” schreibt, ist .

Ich habe ihn aus dem allgemeineren abgeleitet:

Wer dämlich, ziemlich, mit “h” schreibt, ist nämlich ziemlich dämlich.

Sie sehen, dass die Reihenfolge der Worte in den Teilsätzen vertauscht ist.

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Dämlich oder Dähmlich?

Vorab: Die Antwort ist “”.

Mit oder ohne “h” ist eine der häufigeren Stolperfallen in der deutschen Rechtschreibung.
merke ich mir das?
Nutzen Sie folgenden Merksatz:

Wer dämlich mit “h” schreibt, ist dämlich.

Ich habe ihn aus dem allgemeineren Satz abgeleitet:

Wer dämlich, , mit “h” schreibt, ist nämlich ziemlich dämlich.

Sie sehen, dass die Reihenfolge der Worte in den Teilsätzen vertauscht ist.

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